So vielseitig wie das Leben.

Als ausgebildete/-r Altenpfleger/-in hast du viele Arbeitsmöglichkeiten. Pflegeeinrichtungen und Altenpflegeschulen gibt es in allen hessischen Regionen. Schau doch mal nach – es gibt sicher in der Nähe deines Wohnorts auch für dich einen Ausbildungs- und Arbeitsplatz.

Ambulante Pflege

  • Ambulante Pflege findet im Lebensumfeld des zu pflegenden Menschen statt.
  • Manche ambulante Pflegedienste erbringen ausschließlich Leistungen der Grundpflege und der Hauswirtschaft, andere auch medizinische Leistungen ("Behandlungspflege").
  • Die Vermittlung von warmen Mittagessen, Gesprächskreisen und ehrenamtlichen Helfern sind "Wahl- oder "Serviceleistungen" und werden von den meisten ambulanten Diensten erbracht

Stationäre Alten- und Pflegeheime

  • Wenn eine umfassende Betreuung rund um die Uhr nötig ist, z.B. bei einer fortgeschrittenen Demenz, kann die Pflege in einem Heim unumgänglich werden. Traditionell wird unterschieden in: Betreutes Wohnen für ältere Menschen mit niedrigem Pflegebedarf und in Pflegeheime (Altenheime) für Personen mit hohem Pflegebedarf.
  • Die meisten Altenpflegeheime bieten vollstationäre Dauerpflege an. Das Pflegeheim richtet sich an Senioren mit einer dauerhaften Pflegebedürftigkeit, die nicht mehr imstande sind ihren Haushalt eigenständig zu führen. Neben Unterkunft und Verpflegung erfahren die Bewohner die notwendige Pflege und Betreuung. 
  • Die meisten Pflegeheime sind freigemeinnütziger Trägerschaft, knapp gefolgt von privaten Anbietern. Ungefähr jedes zehnte Pflegeheim wird von Kommunen getragen. Zu den Pflegeheimträgern gehören zum Bespiel: die AWO, die Caritas, das DRK, die Diakonie und die Johanniter.

Betreutes Wohnen

  • Viele betagte Menschen ziehen es vor, ihre letzten Lebensjahre selbstbestimmt in einer Einrichtung für betreutes Wohnen zu verbringen. Ihre Bewohner werden durch ambulante Dienste betreut.
  • Seit einiger Zeit gibt es ambulant betreute Wohngemeinschaften, darunter auch die Demenzwohngemeinschaft.

Tagespflegeeinrichtungen

  • Pflegebedürftige verbringen in der Tagespflege meist werktags bis zu acht Stunden, wenn die Angehörigen sie zum Beispiel wegen Berufstätigkeit nicht versorgen können. Ein Fahrdienst holt die Pflegebedürftigen morgens daheim ab und bringt sie nachmittags wieder zurück. In der übrigen Zeit sorgen die Angehörigen oder der ambulante Pflegedienst für den pflegebedürftigen Menschen. 
  • Zur Tagespflege gehört neben der pflegerischen Versorgung auch die physische und psychische Betätigung und Aktivierung (Spiele, Gedächtnistraining, Kommunikation, Gruppenangebote, etc.).

Geriatrische Kliniken

  • Die Geriatrie (Altersmedizin) befasst sich mit der Vorbeugung, Entstehung, Diagnostik und Therapie von Krankheiten, die im Alter auftreten und entstehen. 
  • In der geriatrischen Rehabilitation werden medizinische Therapien, physiotherapeutische Anwendungen, psychologische Betreuung und pflegerische Maßnahmen eingesetzt. 
  • Zu den Grunderkrankungen alter Menschen gehören zum Beispiel Diabetes, Osteoporose, Depression, Arthrose und Bluthochdruck. Deshalb steht bei der geriatrischen Behandlung die Kooperation verschiedener Fachrichtungen im Vordergrund.